Holzgebäude auf der Anlage


War der Baustoff Holz einst ein gefragter Artikel, so verschwindet dieser immer mehr und wird gegen Fertigmaterialien, Stein und Beton ausgetauscht. In erster Linie aus Haltbarkeitsgründen, der Brandgefahr, Schutz vor zunehmenden Unwettern. Holz ist und bleibt Natur, warum soll auf unserer Anlage der Baustoff Holz bei der Gebäudegestaltung keine Rolle spielen. Versetzen wir uns in die Zeit in der aus Holz fast alles gebaut und hergestellt wurde.


Angefangen hat alles mit Gebäuden in Holzbauweise, leider durch zunehmende Brände verursacht durch Funkenflug wurden im Laufe der Jahre die Bahnhöfe erweitert mit ihren Anlagen und somit auch die Gebäude, so das zum großen Teil Stein-, Fachwerkbauten errichtet wurden.


 

 

Aus der Zeit um 1900 als die Feuerwehr noch mit einer Handspritze unterwegs war, die Bürger beim Löschen mithelfen mußten um ihr weniges Hab und Gut zu retten. In jener Zeit waren gerade die Brände in Holz-und Fachwerkgebäuden durch offene Feuer mit Funkenflug keine Seltenheit. (Preiser)
Gerade auch aus Sparsamkeitsgründen wurden nicht nur auf Neben-und Schmalspurbahnen Gebäude in Holzbauweise errichtet auch auf Hauptbahnen. Oft kam das Holz aus den nahen Wäldern und konnte bei ortsansässigen Schneidemühlen gleich verarbeitet werden. Bahnhof "Gunzen" in Holzbauweise von Busch.
Auch im Ausland sind heute noch Stationsgebäude aus Holz durchaus üblich auch auf größeren Bahnhöfen wie in den USA. (Busch)
Natürlich gibt es sie noch die Holz Bungalow`s zumindest auf der Modellbahn von Busch.
Auch auf dem Campingplatz oder einem Feriendorf passen sich Finn-oder Holzhütten gut der Umgebung an. (Busch)
Kleintiergebäude, Hasen-, Enten-, Hühnerstall und Hundehütten aus Holz von Busch fügen sich sehr gut in die Modellbahnlandschaft ein.
Für Liebhaber Alpiner Modellbahnlandschaften geht kaum ein Weg an den Schweizer Häusern in Holzbauweise vorbei. Haus "Ahornboden" von Kibri.
Auch im gewerblichen Bereich finden sich zahlreiche Gebäudemodelle aus Holz z.B. Scheunen, Fahrzeugunterstände (Kibri)
Holzgegenstände für den Bauernhof aus Zeiten da Holz noch eine wichtige Rolle in vielerlei Hinsicht spielte. Unterschiedliches Zubehör aus Holz von Vollmer.
Kaum ein Modell hat im Zubehörbereich so hohe "Wellen" geschlagen als die verlassene und baufällige Scheune von Busch. Hier konnten sich die Modellbauer in jeder Hinsicht "austoben", zumal das Gebäude samt Traktor ein Blickfang an sich ist.
Auch für gewerbliche Zwecke das Holzlager samt Inhalt von Faller.
Der Vorteil bei Holz waren kurze Transportwege schnelle Verarbeitung, auch Flößerei und als Massentransportgut für die Eisenbahn. Weitgehenst befanden sich in jeder größeren Gemeinde Sägewerke, Lagerplätze. (Faller Bausatz)
Bedeutung des Holzes lag nicht nur in der Verarbeitung oder als Baumaterial. Auch in der Brennstoffversorgung neben dem Torf, und nicht zu vergessen wurden Dampflokomotiven viele Jahrzehnte mit Holz befeuert. Statt Kohle lagerten solche Holzstapel auf den Lagerplätzen. (Faller)
Ein Mobiles Sägewerk aus alten Tagen, der Lanz Buldogg mit einer montierten Bandsäge verrichtete in Lohnarbeit treue Dienste. Für die Landbevölkerung wurde Brenn-oder Bauholz geschnitten oder andere anfallenden Arbeiten verrichtet. (Kibri)
Neben passenden Themenfiguren finden sich auch für HO Figuren mit entsprechenden typischen Bewegungen. Z.B. der "Holzmacher", der nächste Winter kommt bestimmt.
Gebäude aus Holz sind immer wieder eine Bereicherung für die Modellbahn. Unterschiedliche Modelle egal ob als Heustadl, Ferien-, Gartenhaus oder einfacher Holzschuppen. Etwas in Szene gebracht mit Valejo Farben, füllen sie manche Ecke oder kleinen Raum auf der Anlage. Auch als Ergänzung zu Hauptgebäuden. Je nach individueller Vorstellung und auch dem eigenen Talent können solche Gebäude als Kleinode auf den Anlagen entstehen. Aus den handelsüblichen Modellen, die sehr solide und fein in ihrer Herstellung sind kann man viele Bausätze entsprechend noch veredeln. Gerade mit kleinen Bausätzen, den richtigen Farben oder Patina läßt sich einiges machen.Wir wünschen hierzu viel Spaß.

 

Noch mehr Holz...

 

 

Holzbrücken, Holzgeländer, Holzzäune umfangreiches Zubehörmaterial für die Landschafts-und Gebäudeergänzung von Faller.
Unabdingbare Sparsamkeit sorgte für einfache, stabile und langlebiges Bahnzubehör im Original. Die Pilzmast-oder Holzmastleuchten waren die sparsamste und unaufwendigste Methode zur Beleuchtung von Bahnanlagen. Fichtenstämme in Holzschutz getaucht, einfache Metall Beleuchtungskörper und Betonhalterungen. Auf und Ab zur Reparatur oder zum Wechsel der Glühbirne ging es mit Gurt und Steigeisen. Bis in die heutige Zeit haben Lampen dieser Bauart überlebt. (Busch Modell)
Auch Industrie-und Verladeanlagen wurden aus Holz gefertigt. Durchaus üblich war der Bau von Kies-oder Schotterverladeanlagen in Holzbauweise, die ebenfalls bis heute oft noch überlebt haben. (Vollmer Modell)
Neben dem "Derick Dreibock", gab es oft bei kleineren Firmen oder Hafenanlagen Kräne aus Holz für geringere und einfache Traglasten oder für das Be-und Entladen von Steinblöcken bzw. Holz. (Mammut Modell).

 

Kleine Bastelei zum Thema Holzbauten. Heute lassen sich in ländlichen Gebieten oder Hinterhöfen der Städte mitunter noch einige solche Schuppen finden, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt wurden. Aus verschiedenen Bastelresten, Holz e.t.c. läßt sich hier ein kleines Gebäude auch für die Modellbahn selbst herstellen.Lagerschuppen mit Unterstand für Zweiradfahrzeuge.

 

Neben umfangreichen Gebäuden und Zubehör aus Holz, lassen sich auch umfangreiche Bastelarbeiten aus Profilleisten, Sperr-oder Balsaholz für die Modellbahn errichten. Auch eigene Ideen lassen sich mit Holz ganz gut ins Modell umsetzen.