"Blechkisten" Terminal für die Modellbahn


oder Container und Containerterminal


Egal in welcher Spurweite aber Conterganzzüge gehören heute mit zu den Standardzügen auf vielen Modelleisenbahnanlagen. So lassen sich am Anlagenrand mit mindestens ein bis zwei Gleisen, kleinere Containerbahnhöfe darstellen. Auch wenn die Gleise kürzer sind, da heißt es rangieren. Durch den Bau eines Containerbahnhofes kommt Abwechslung und Betrieb auf die Anlage. Rangieren, Be- und Entladen, Containerzüge bilden oder Wagengruppen in den haltenden Durchgangsgüterzügen mit Unterwegsbehandlung einstellen. Interessant ab der Epoche V verkehren zahlreiche Containerzüge mit Privatbahnlokbespannung, so kommt noch mehr Abwechslung auf die Anlage. Integriert werden könnte das Containerterminal mit dem Faller Carsystem. Bereits ab den 1920er Jahren ist der Container auf dem Vormarsch. Mittlerweile gibt es Container auch für Flüssiges, Gasförmiges und Staubförmiges Transportgut neben den herkömmlichen "Blechkisten" in drei verschiedenen Formen. Ebenso rechtfertigt sich bei Digitalbetrieb der Einsatz einer Rangierlok mit digitaler Kupplung. Auch in der Epoche III und IV gab es Containerverkehre, nicht in dem gewaltigen Maße wie heute aber gerade im Im- und Exportgeschäft war der Container gefragt. Der Binnenverkehr lief über Stückgut und Wagenladungsverkehr. Heute zählen neben den Containern auch noch die Wechselpritschen und Aufliegertransporte zur Transportsparte des Kombinierten Ladungsverkehres.


Solide Grundlage das Sonderheft aus dem VGB Verlag mit interessanten theoretischen und praktischen Informationen sowie Vorschlägen zum Thema.


So ein Container Terminal auf einer Modellbahn schon mit einem Gleis wie in der Realität aufbauen. Wenn es die Platzverhältnisse zulassen kann es durchaus auch mehr sein, doch dazu später. Ein realistisches Beispiel ganz in der Nähe wäre das Containerterminal in Hof Hbf, wo sich das Geschehen von der "Luftbrücke" aus ganz gut beobachten läßt und wo die Spedition Pöhland in Hof ein Terminal betreibt. Hier kommen auch täglich Container nach Oberfranken, Thüringen, Sachsen und Böhmen an und werden wieder abtransportiert. Mittlerweile betreibt die Spedition Pöhland ein Terminal in Wiesau, Glauchau und bei Bedarf in Sonneberg.


Blick auf den südlichen Bereich des Hofer Terminals von der "Luftbrücke" aus am 13.10.2016. Zur Beladung steht nur ein Gleis zur Verfügung, was durchaus auch realistisch für die Modellbahn bei beengten Platzverhältnissen wäre. Der Hintergrund wird mit abgestellten Containern und Bäumen wie hier in Szene gesetzt und kann am Anlagenrand Platz finden.
Anlieferung eines Containers aus Thüringen durch die Spedition Pechthold aus Spechtsbrunn im Landkreis Sonneberg.
Im Minutentakt werden LKW und Containerwagen ent- und beladen, was von allen Beteiligten höchste Konzentration und Fingerfertigkeit verlangt.
Hochbetrieb am Terminal, Terminfrachtgut Just in Time, das Containerschiff in Bremen oder Hamburg wartet nicht.
Auf der nördlichen Seite des Terminal geht es etwas entspannter zu, hier werden LKW mit Leercontainern ent- oder beladen.
Auf Augenhöhe mit dem "Kalmar", hier in Hof bietet sich die Möglichkeit direkt von der Luftbrücke aus.
Der bereits erwähnte Containerbahnhof in Sonneberg Ost, ehemaliger Bahnhöf Köppelsdorf. Die BR 130 der Regentalbahn wartet hier auf die Beladung ihres Zuges und hatte ihn am Nachmittag des 07.Dezember 2007 nach Hof über Lichtenfels befördert.
Blick aus südlicher Richtung auf das Containerterminal in Hof am 23.März 2006.
Hier kommt kaum lange Weile auf, oft muß auf einem Containerterminal rangiert werden. Leere oder beladene Wagen wegsetzen, Züge bilden, zum Teil E-Lokomotiven von Abstellgleisen ohne Fahrdraht an oder vom Zug wegsetzen. Bei diesem Thema kommt garantiert kaum lange Weile auf. V 90 Diesellok rangiert den neu gebildeten Containerzug in Hof vom Ladegleis in ein Abfahrtsgleis, wo er mit einer E-Lok bespannt wurde und Richtung Norddeutschland fuhr.
Der Containerzug von Hof auf seiner Fahrt nach Norddeutschland als Zuglok eine 421 von SBB Cargo. Als weiteres Beschäftigungsfeld für die Modellbahn wäre wie hier im Bild festgehalten eine V 90 im Schlepp, die auf einem Unterwegsbahnhof ein weiteres Containerterminal bedient, das nicht mit Fahrleitung überspannt ist. In der Realität wurde die Lok zur Werkstatt überführt.

 

Containerzüge Tag und Nacht auf fast allen DB Hauptstrecken

 

 

Container soweit das Auge reicht, ein Ganzzug mit "Blechkisten" auf dem Weg von Hamburg zum Schwarzen Meer. Die Nürnberger 186 063 befördert den Zug von Hamburg bis Decin hier bei der Durchfahrt in Leipzig Neuwiederitzsch.
Hamburg-Süd Container in Gemünden am Main auf dem Weg von der Nordsee nach Süddeutschland.
185 der Containerspedition "Emons" ebenfalls unterwegs mit einem Containerzug Richtung Süd-Ost-Europa in Leipzig.
"BOX-Express" Vectron in Gemünden auf der Fahrt Richtung Passau / ÖBB.
232-E-Lok Ersatz mit einem Containerzug von Friedrichstadt nach Decin bei der Durchfahrt in Dresden Hbf.
700 Meter Zug Container schön bunt gemischt bei der Durchfahrt in Gemünden mit einer 185.
Postcontainerverkehr in der Schweiz, SBB Postzug im Bahnhof Olten.
180 006 mit einem Containerzug in Dresden Cotta am 02.02.2007.
223 141 mit einem Containerzug auf der Frankenwaldrampe in Ludwigsstadt.
253 015 der Pressnitztalbahn im Containergleis des Hofer Hbf.
"Reichsbahn V 60" wärend einer Übergabefahrt von Regensburg-Hafen nach Regensburg-Ost bei der Durchfahrt im Regensburger Hbf.
Zweimal "Bertha" in Doppeltraktion mit einem Containerzug der CD auf der Egertalbahn.
SCNF "Fretchen" mit einem Containerzug auf der "Rennbahn" zwischen Fulda und Bebra.
Ebenfalls im Kombinierten Ladungsverkehr neben den Containerzügen auch Züge mit Wechselpritschen oder Sattelaufliegern wie hier der LKW Walter Zug am Saalfelder Bohlen.
V 180 des Container Terminal und Hafenbahn Halle auf ihrer Fahrt von Halle nach Erfurt im Bahnhof Großkorbetha.
Täglich rollen zahlreiche Containerzüge über den Brenner von und nach Italien.In Doppeltraktion mit der italienischen Baureihe 412.
1116 der Spedition Gebrüder Weiss mit einem Containerzug in Wels Hbf.
Die G 1206 der Regentalbahn "kämpft" sich mit ihrem Containerzug die Schiefe Ebene hinauf, hier an der Einfahrt Marktschorgast mit dem Containerzug Sonneberg - Hof.
MAN Zweiwege LKW für die Kombination Strasse / Schiene ausgestellt auf der Innotrans 2014 in Berlin.

 


Das ganze im Modell...


Wie immer soll unser Themenvorschlag nur der Anregung dienen.


Gleisplanskizze eines Containerterminals in Epoche IV bis VI. Freihandskizze ohne Maßstab und Spurweite.


Bewußt wurde das Thema etwas umfangreicher gewählt in Anbetracht einer Hauptbahnanlage, auf der zahlreiche lange Güterzüge verkehren. Grundlage bildet ein dreigleisiger Teil eines Güterbahnhofes, der sich seperat vom Hauptgüterbahnhof befindet, so kommen Modellbahner mit geringeren Platzverhältnissen auch in den Genuß sich des Themas zu bemächtigen. Dem Betreiber der Anlage bleibt es selbst überlassen ob er seine Züge auf einer elektrischen oder dieselbetriebenen Strecke verkehren läßt. Ich wähle jetzt bewußt die Epoche V / VI da gerade ab Mitte / Ende der 90er Jahre durch den Wegfall des Einzelladungsverkehres der Containerverkehr anstieg. Gesteuert wird durch ein Gleisbildstellwerk, daß sich bereits seit den 70er Jahren hier auf dem Bahnhof befindet. Mit dem Beginn der Privatisierung kamen nicht nur Neubaulokomotiven der DB AG sondern zahlreiche Privatbahnlokomotiven in den Containerverkehr. Auch zahlreiche alte Lokbaureihen der DR bzw. DB finden im Rangier- und Zugverkehr hier noch ihre Verwendung, so das das Thema neben Unmengen vieler unterschiedlicher Containerwagen auch einen "bunten Lokpark" verspricht.


Erklärungen zur Gleisplanskizze


- Gleis 101 und 102 sind die Ein- bzw. Ausfahrtgleise des Containerbahnhofes die mit Ausfahrtsignalen in zwei Richtungen gesichert sind und die links und rechts ebenfalls über ein Einfahrtsignal verfügen


- Einfahrende Züge enden, die Lokomotiven werden wenn nicht anders vorgesehen im Gleis 540 bzw. 541 abgestellt


- E-Lokomotiven werden "abgebügelt", Dieselfahrzeuge werden am "Elektranten" angeschlossen, somit benötigt man kein Bw


- ankommende Wagengruppen werden von Gleis 101 bzw. 102 nach Gleis 103 umgesetzt und über das Ausziehgleis Gl.104 in das jeweilige Entladegleis 105,106,107 gestellt


- Durchschnittliche Länge dieser Gleise ca. 4 bis 6 Containerwagen je nach Platzbedarf, nicht nur wegen der Länge und des Platzbedarfes der Anlage, sondern auch aus dem Grund sich wiederholender Rangierfahrten was den Betrieb auf diesem Anlagenteil nicht langweilig erscheinen läßt


- Ankommende und Abgehende Containerwagen können ebenso im Wechsel zwischen den Gleisen hin und her rangiert werden


- so das eine Lok mit ankommenden Zug abgestellt wird und eine Lok für einen neu gebildeten Zug schon auf ihren Einsatz in dem jeweiligen Lokgleis wartet


- Nach Bereitstellung der Wagen in den Gleisen 105 bis 107 werden diese mit Hemmschuhen gesichert und das Be- und Entladen mittels Portalkran kann beginnen


- Neben "stillstehenden LKW" auf der Ladestrasse bietet sich hier der Einbezug des Faller Carsystem an, das ein Container LKW ab und zu im Terminal auftaucht und hinter der Kulisse mit den abgestellten Containern im Rundkurs wieder verschwindet


- Nachdem in den Gleisen 101 bzw. 102 der neue Zug gebildet wurde, beginnt der Wagenmeister mit der Ausgangsuntersuchung der Wagen und erledigt die Bremsprobe


- Der Zug wurde vorher mit der neuen Zuglok bespannt, nachdem alle wagentechnischen und betrieblichen Abläufe geregelt sind alles in Ordnung ist, erhält der Fahrdienstleiter die Fertigmeldung und der Containerzug kann abfahren


- Ein weiterer Aspekt wäre auch die Abstellung von ein bis zwei leeren Containerwagen auf einem Gleis als Reservewagen oder Schadwagen, da es auf Grund der Ladevorgänge und langen Laufwege der Züge zu Fahrzeugschäden kommen kann


- Auch Umladungen können erfolgen, wenn bei der Wagenuntersuchung durch den Wagenmeister Schäden festgestellt werden, so muß umgeladen werden. Alles schnell, also ein Wagen unter den Kran, abladen, Schadwagen wegstellen, neuen Wagen drunter neu beladen, wieder im Zug einstellen


- Dann steht auch schon ein neuer Zug vor der Einfahrt und die Zeit drängt...

- Es ist also durchaus auch Realistisch, daß Güterzüge Stunden vor ihrer geplanten Ankunftszeit da sein können oder auch "Tage" Verspätung haben


- Die Bebauung des Geländes ist eher spärlich, ein "Container-Büro" der Spedition, eine Rangierbude für Rangierlokführer, Rangierer, Wagenmeister und ein Aufenthaltsgebäude von DB Cargo für die Lokführer, den Privatbahnlokführern wird der Luxus weniger zugestanden


- Neben dem planmäßigen Containerzugverkehr, verkehren auch Übergabe-, Leerwagen-, Schad- oder Lokzüge von und zu diesen Bahnhöfen, was dem entsprechenden Frachtaufkommen geschuldet ist


Was beim Vorbild Realität ist, kann auch im Modell umgesetzt werden


Erstellung eines "Modell"-Fahrplanes für Güterzüge und eines Rangierarbeitsplanes für die Rangierlok und das Rangierpersonal


Anlehnend an das Vorbild, wird eine fiktive Planung der Arbeiten auf Grund eines Planes noch interessanter und abwechlungsreicher.


Beispiel:


14:00 - 14:45 Uhr Rangierfahrt v.Gl. 105,106,107 n.Gl. 101, Bildung 81407

14:27 Uhr Ankunft 81402 Bremerhaven - "Neustadt" Containerterminal Gleis 102

14:27 - 14:35 Uhr Zugsicherung, abkuppeln Zuglok 81402

14:35 - 14:45 Uhr Rangierfahrt Zuglok 81402 von Gleis 102 nach Gleis 541

14:45 - 15:00 Uhr Abschlußdienst Zuglok, 81402 (wird Zuglok 81 407)

15:00 - 17:15 Uhr Tätigkeitsunterbrechung + Arbeitsschutzpause (45 Minuten) Lokführer

14:45 - 14:55 Uhr Rangierfahrt Gleis 101 n.Gl. 102 (81402)

14:55 - 16:00 Uhr Auflösen 81402 Gl. 102 n.Gl. 105,106,107 je nach Zuglänge

16:00 - 16:45 Uhr 81407  Zugvorbereitung, Zugschluß anbringen Rangierer, volle Bremsprobe mit Rangierlok , Bremsprobe + Wagenuntersuchung Ausführung durch Wagenmeister

16:45 - 17:15 Uhr Rangierarbeiten nach Bedarf Gl. 105,106,107 (Schadwagen, Änderung Zugbildung, Umstellung in den Rangiergleisen)

17:15 - 17:35 Uhr Vorbereitungsdienst Zuglok 81407 Gleis 541 Lok aus 81402

17:35 - 17:45 Uhr Rangierfahrt Zuglok 81407 Gl.541 n.Gl. 101

17:45 - 18:03 Uhr Zuglok 81407 einhängen , vereinfachte Bremsprobe erster Wagen, Übergabe Zugpapiere, Zugfertigmeldung durch Rangierer

18:03 Uhr Abfahrt 81407 "Neustadt" Containerterminal Gleis 101 - Containerbahnhof München Nord



1.) Übergabezüge


Übergabezug z.B. von oder zu einem Containerbahnhof von oder zu einem benachbarten Güterbahnhof, so bringen gemischte Güterzüge mitunter Einzelwagen oder Containerwagen mit, die dann zur Containerbeladung oder Entladung am Containerbahnhof bereitgestellt werden müßen.


2.) Leerwagenzüge


Bei starken oder schwachen Frachtaufkommen und wenn an einem Containerbahnhof nicht genügend Abstellgleise vorhanden sind, werden bei Bedarf leere Wagen abgefahren oder zugeführt, die auf einem benachbarten Bahnhof Zwischenabgestellt werden oder wurden.


3.) Schadwagenzug


Defekte Wagen werden als Schadwagen bezeichnet, diese werden bei Bedarf der nächsten Wagenwerkstatt zur Reparatur zugeführt. Da Schadwagen auch durch aufgetretene Schäden über Geschwindigkeitsmängel verfügen können und so nur mit verminderter oder niedriger Geschwindigkeit fahren können, werden diese Wagen in den sogenannten Schadwagenzügen befördert. Die Rückführung zur Beladung oder in den Betrieb erfolgt dann mittels Übergabefahrt. Ein Schadwagenzug kann auch nur aus einer Lok und einem Wagen bestehen.


4.) Lokzug


Gerade im Güterverkehr, wo die Uhren etwas anders ticken, kommt es vor das der Regelbetriebstag eines Zuges nicht wie im Reiseverkehr Werktags außer Samstag ist sondern z.B. Di bis Sa oder nur nach S, also nach Sonn- und Feiertagen, oder täglich außer Samstag und an N.S. wenn dies kein Feiertag oder anderer Wochentag ist oder nur Di, Do, Sa. An diesen regulären Beispielen läßt sich erkennen, das der Güterverkehr stark an Produktionsabläufe der Industrie gebunden ist. Ebenso an Ferienreglungen z.B. Sommerwerksferien, wo ganze Werke z.B. Autoindustrie geschloßen sind. Aus diesen Fahrplan Kuriositäten für Laien, ergibt sich auch das Verkehren von Lokomotiven oder Lokzügen, die wenn nicht benötigt werden als Lokleerfahrt oder Lokzug zu anderen Einsatzorten oder auch zur Wartung in "ihre Heimat" gefahren werden. Lokzug aus dem Grund da zusammengekuppelte Lokomotiven auch nach den betrieblichen und fahrdienstlichen Bestimmungen eine Zugfahrt sind. Auch eine einzelfahrende Lok erfüllt die Bedingungen einer Zugfahrt. Bei dem Beispiel Lokzug können auch Modellbahnlokomotiven der Dummy Serie mitfahren, also Lokomotiven ohne Motor, die andere motormäßige Schäden haben aber denoch rollfähig sind.



Fahrzeuge für den Rangierdienst


Im Rangierdienst werden Dieselfahrzeuge eingesetzt, da die Lade- und Krangleise nicht mit Fahrleitung überspannt sind.   

 

Für den Rangierdienst ein V 60 DB Schenker (Roco)
Seit der Privatisierung des Güterverkehres werden im Rangierdienst auch ältere DR bzw. DB Lokomotiven eingesetzt. Neben den Rangierarbeiten kann diese ex.DR V 100 der Firma "Locon" auch Schad- oder Leerwagenzüge bzw. eine Übergabe bespannen. (Roco Modell)
Auch die BR 204 der Pressnitztalbahn kommt in vielen Teilen Deutschlands im Containerverkehr zum Einsatz. Ob als Überführungsfahrt oder in Doppeltraktion als E-Lok Ersatz vor einem Zug. (Roco)
Ebenfalls für den Rangierdienst die BR 312 von Piko eine ehemalige DR Rangierlok.
Auch das Modell der ehemaligen DR V 60 als Privatbahnlok BLS Cargo von Gützold.


Zuglokomotiven - Dieselfahrzeuge, Beispiele

 

Für Dieselfahrzeuge ab der Epoche V im Einsatz BR 232 DB AG von Roco.
Privatbahnlok Class 66 von Mehano ab Epoche V einsetzbar.
Nicht nur für den Rangierdienst auch für den Streckendienst die G 1700 von Mehano in HO mit Modellbeschriftung der HGK.

 


Bei elektrischem Zugbetrieb wird man bei verschiedenen Herstellern fündig, hier einige Fahrzeugmodelle aus dem Hause Roco


MRCE Dispolok BR 189 wird vorallem im Containerverkehr zum Brenner, Kufstein und Wörgl eingesetzt. Tägliche Langläufe von der Nordsee.
BR 185 von Captrain ebenfalls im Einsatz vor Containerzügen.
185 von Captrain mit einem Kesselwagenzug Richtung CD bei der Durchfahrt in Dresden Hbf.
Einsatz ab Ingolstadt oder München der ÖBB Taurus im Containerverkehr nach Italien, Ungarn oder der Slowakai, Einsatz ab dem Grenzbahnhof Buchs auf der Arlberglinie nach Wien.
Für Realisten das Top Modell schlechthin, eine "stinfnormale" 185 in einem tatsächlich vorhandenen "Lackierungszustand" mit Alterungsspuren, wie sie der Wirklichkeit entsprechend im Einsatz ist.
Alterungs- und Betriebsspuren an der 185 010.

 

 Wagen und Container


Was Containerzüge oder Züge des Kombinierten Ladungsverkehres ausmacht ist nicht nur ihre stattliche Länge bis 700 Meter auch die Vielfalt und die "bunten Kisten" die das gewisse Flair eines Containerzuges ausmachen.


Container Typen


Grundmaße im Containerverkehr

6,095 m (Länge) x 2,352 m (Breite) x 2,393 m (Höhe) = 33,2 Kubikmeter - Standard 20 Fuß Container

 

Sortiment 20 Fuß Container von Kibri unterschiedlicher Unternehmen.


12,032 m (Länge) x 2,352 m (Breite) x 2,393 m (Höhe) = 67,7 Kubikmeter - Standard 40 Fuß Container


Verladung eines 40 Fuß Containers auf dem Kibri Containerterminal. Ebenso finden sich hier unterschiedliche Sortimente mit Einzelcontainern.
40 Fuß Container im Bahnhof Würzburg Hbf auf der Fahrt Richtung Nordsee.

 


Weitere spezielle Containerbauarten


- Flüßigkeitscontainer

- Isolierte Container

- Container für Zement, Kalk andere staubförmige Baustoffe

- Gas Container

- Kühlcontainer

- Kleincontainer


Spezialcontainer
Neben Flüßigkeitscontainern wie hier abgebildet, befinden sich neben aller möglicher Containerbauarten auch Wechselpritschen bzw. Doppelgelenkwagen in diesen Zügen, so das es neben reinen Zügen dieser Frachtarten auch zu gemischten Konfigurationen kommt.

 

Containerwagen im Modell


Um den Containerzug auf der Anlage zu beleben gibt es unterschiedliche Wagenbauarten mit und ohne Container in verschiedenen Spurweiten am Markt.


Containerwagen in Spur G 1:22,5 Lok- und Wagenmodelle von Piko. Ein typischer Container Übergabezug, der von einem Gleisanschluß oder Hauptgüterbahnhof zu einem Terminal verkehren kann. Typische Lok ab der Epoche V eine V 100 die für solche Dienste gern verwendet wird. Containerzug auf der Modellbahnwelt im Kurort Rathen zu besichtigen.


Spur HO 


Märklin mit Wechselstromradsätzen

Roco, Fleischmann, Piko, Trix, Mehano, ACME, Tillig (HO)


Spur TT


Roco, Piko, Tillig, Busch


Spur N


Fleischmann, Arnold, Lemke



Beispielmodelle

 

 Mittlerweile verkehren diese Containerzüge nicht nur mit einer Vielzahl "bunter Kisten" sondern es finden sich für den geübten Blick auch zahlreiche unterschiedliche Wagenbauarten sowie unterschiedliche deutsche und europäische Wagen verschiedener EVU`s im Zugverband. Durch das UIC Verfahren wurde nicht der Austausch der Wagen möglich, sondern auch eine Vereinheitlichung technischer Standards und Wagenteile. So können Wagen mit UIC Radsätzen bei Schäden überall in Europa in UIC Wagenwerkstätten repariert oder ausgetauscht werden zum Beispiel.

 

 Beispielmodelle HO von Roco

 

Vierachsiger Einheitstaschenwagen eines der geläufigsten Fahrzeugmodelle, beladen mit zwei 20 Fuß Containern.
Einheitstaschenwagen mit einem 40 Fuß Container beladen.
Es wäre keine Seltenheit, solche Rungenwagen mit Ladebordwand und drei 20-Fuß Containern auf den Strecken des Rheintales von und zur Schweiz anzutreffen.
Im Verkehr nach Südost Europa sind auch die Containertragwagen in neuer Farbgebung noch im Zug anzutreffen. Hier ein Modell der MAV.
Doppelgelenktragwagen mit vier "Vierzigern" Beladen ein Wagen mit ca. 52 Metern Länge.
Kühlcontainer auf der Reise quer durch Europa.
Bekannt sind die "Hanggartner Züge" die quer durch Europa verkehren. Auch als Einzelwagen sind diese Wagen im Kombi Verkehr oft in gemischten Containerzügen anzutreffen.
Doppelwagen der Spedition Winner mit LKW Aufliegern.
Roco Containertragwagen Spur TT Epoche V / VI.
Containertragwagen Spur TT im Sortiment der Firma Busch.
Auch in Spur N finden sich bei Lemke zahlreiche unterschiedliche Containerwagen sowie die moderne Lok-Flotte zur Bespannung.

 

 Das drum und dran zum Terminal


Natürlich ist eine perfekte Gleis- und Signalplanung die Voraussetzung für den Bau eines solchen Modules oder Modellbahnabschnittes egal in welchem Maßstab. Dabei kann man solche Anlagenteile durchaud sehr detailiert gestalten.


Das größte und perfekteste Angebot an Zubehör gibt es in HO in 1:87, gefolgt von Spur N 1:160. Bei TT sind zwar moderne Wagen unterschiedlicher Bauarten am Markt vorhanden, kein entsprechendes Zubehör. 

 

Kibri HO Containerkran in Kombination LKW, Bahn, Schiff.
Eine sehr preiswerte Portalkrananlage in HO von Faller im Hobby Sortiment. Mit etwas Geschick läßt sich hier durch Alterung oder Beigabe von Zubehör und Ergänzungsteilen eine gut "frisierte" Anlage auf der Modellbahn in Szene setzen.
Der Faller HO Container Kran im Einsatz. Mit verschiedenen Zubehör und Ergänzungsteilen wirkt das Modell sehr ansprechend.
Natürlich übertrieben, aber was machen wenn der Portalkran defekt ist. Einsatz für den "Gottwald" Teleskopkran von Kibri. Aber Spaß beiseite, im Kibri HO Sortiment finden sich auch zahlreiche Kranmodelle, die durchaus auch auf dem Containerterminal ihren Einsatzort finden.
Wer keinen Portalkran hat oder es die Platzverhältnisse nicht zulassen, der macht es wie die Spedition Pöhland in Hof und setzt den Containerstapler "Kalmar" einfach ein. Dieses Modell befindet sich bei Kibri HO.

 


Zubehör zu einem Containerbahnhof in XXL-Ausführung der USA


Im Programm der Firma Faller finden Sie die US-Modelle der Firma Walther`s. Hier findet man durchaus Zubehör was die Herzen von Großanlagenbauern höher schlagen läßt. Mit etwas Aufwand lassen sich aus Kohle- und Hafenkränen im XXL-Format durchaus gewaltige Anlagen eines Containerterminals "zaubern". Wer es übertreiben möchte kombiniert dies mit Bahn / LKW / Schiene.


Bausatz eines Containerschiffes im Faller Programm für die Hochsee.
Wenn es kein Hochseehafen wird dann ein Binnenhafen mit einem Schubverband zur Container Beladung von Kibri. Hier läßt sich mitunter ein Anbauteil oder eine Anlagenecke kreativ nutzen.
In Kombination mit dem Containerterminal oder Hafen, Auffahrtrampen für Sattelauflieger, LKW oder Rolende Landstrasse. HO-Faller / Walther`s Sortiment
Etwas Verwaltung muß sein, Wohncontainer für LKW Fahrer oder Büro- und Aufenthalscontainer der Speditionsmitarbeiter am Rande des Terminals Faller HO.
Bei Gestaltung ab der Epoche V bietet sich auch dieses HO ESTW von Faller an für den Sitz des Fahrdienstleiters am Containerbahnhof.
Faller Zugbahnfunk Mast als Zubehör
Wichtig zur Steuerung der Weichen- und Signaltechnik Trafo Häuschen passend zum ESTW von Faller.
Auf den älteren Güter- oder Containerbahnhöfen befinden sich mitunter heute noch diese alten Baracken aus der Nachkriegszeit, die für die Unterbringung der DB Mitarbeiter Lokführer, Wagenmeister, Lokrangierführer und Rangierer dienen. Pausenräume, WC, Duschen, Umkleideräume und Büro.Faller Modell

 

Ein Markenzeichen unserer modernen "Spargesellschaft" das Mobile WC am Rande des Containerbahnhofes für die Lokführer der Privatbahnen oder LKW Fahrer, denen ihre Chef`s mitunter nicht mal ein "Toi-Toi" zugestehen. Faller HO Modell


 

Noch "eins drauf" die Kombination mit einer Spedition


Ein zusätzlicher Blickfang für den Containerbahnhof wäre noch ein Gleisanschluß zu einer Spedition oder zu einem DHL Speditionszentrum. Ebenso wie der Hafenanschluß eine zusätzliche Arbeit für das "Modellbahn-Rangierpersonal". Faller bietet hier zwei unterschiedliche Speditionsgebäude in HO an.


Ein Gebäude aus vergangenen Tagen, das aber heute noch seine Funktion im Stückgutverkehr warnimmt. Mit einem Gleisanschluß und täglichen Rangierfahrten werden Stückgüter von Zentralversendern bzw. anderen Speditionen abgeholt bzw. bereitgestellt. Die Verteilung erfolgt dann mittels LKW im Umkreis.
Wer es moderner mag ein Gebäude der DHL mit Gleisanschluß. Mit etwas Geschick läßt sich auf der linken Giebelseite des Gebäudes ein Gleis in die Halle verlegen, in der dann DHL Stückgüter be-oder entladen werden.
Für den modernen Ladungsverkehr, Schiebewand-, Schiebeplanwagen oder eine DHL Wechselpritsche von Roco.

 

 Fahrzeuge und Faller Car System


Bei Darstellung des Themas ab Epoche V finden sich im HO und N Herpa Sortiment zahlreiche unterschiedliche LKW Modelle die im Umfeld passend zum Thema auf der Anlage platziert werden können.

 

 

Herpa HO LKW-MAN mit einem Flüßigkeitscontainer.
Herpa Mercedes in Spur N mit Containerauflieger.
Auch Kleinigkeiten und Details gehören zur Ausgestaltung solcher Themen. Gabelstapler HO von Herpa der Spedition Wandt, die im Gelände des Containerterminals den Speditionsanschluß betreibt und deren Gabelstapler hier im Einsatz sind.


 Wie im oben abgebildeten Skizzenplan, befindet sich rechts die LKW Einfahrt, links die Ausfahrt, was einen Kreisverkehr im Faller Carsystem genügen würde. So das hinter einer Hintergrundkulisse aus Wolken, abgestellten Containern und Bäumen Container LKW verschwinden und wieder zum Verladeplatz fahren können. Mit Stopstellenfunktion und Steuerung können im Wechsel zur Abwechslung zwei bis drei LKW hier verkehren.


Container LKW Faller Carsystem passend zum Thema.
Auch dieses LKW Modell des Faller Carsystem bringt Abwechslung in den Modellbahnbetrieb. Neben der Verladung am Terminal könnte dieser LKW zur Spedition fahren.
Preiswerter Start das DHL Startset im Faller HO Carsystem für Abwechslung in einem DHL Zentrum.

 

 Sinnreiches Zubehör und Ergänzungen zum Thema


 

Oft kommt es vor, daß Ladungen beschädigt werden, oder andere Ereignisse eintreten, die ein Um- oder Ausladen von Speditions-oder Containergütern erforderlich machen. Reichhaltiges Kleinzubehör wie Paletten, Kisten, Hubwagen aus dem Preiser Sortiment.
Interessant werden solche "Umladeaktionen" erst, wenn der Zoll auf dem Containerterminal anrücken...
In der Regel werden diese Terminals in der Nachtzeit heutzutage mit Strahlern ausgeleuchtet. Integration von zwei bis vier großen Viessmann Strahlern bieten auch in den "Modellbahn-Nachtstunden" gute Sicht auf diese Anlage.
Der besondere Effekt besteht auch in der Beleuchtung von Kränen, LKW,PKW, Staplermodellen, die sich auf diesem Terminal befinden. Unterschiedliche LED mit Vorwiderstand und in unterschiedlichen Größen zum Umbau für Scheinwerfer, Blinkleuchten, Brückenkranbeleuchtung bei Nacht im Viessmann Sortiment.
Busch läßt es richtig krachen, so findet man hier im HO Sortiment einsatzbereite und "flimmernde" PC`s für die Büroinneneinrichtung.
Busch Funktionsfahrzeuge mit Beleuchtung und Blinklichtern für unterschiedliche Einsätze auf der Modellbahn.
Ebenso im Busch Sortiment Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten. MB der Thüringer Polizei Inspektion Saalfeld.

 

 "Modellbahnspass" mit Preiser und Viessmann Figurenzubehör zum Thema

 

Der Einsatz von Polizeifahrzeugen macht sich besonders Notwendig vorallem, wenn eine Festnahme eines Verdächtigen ansteht, der Container- oder Stückgutladungen geplündert haben soll. Festnahme in HO gibt es von Preiser.
Bei solchen Einsätzen ist auch das "Modellbahn-SEK" von Preiser mit beteiligt.
Die junge und hübsche Sekretärin hat von ihrem Chef einen Heiratsantrag bekommen, was den Einsatz des "Viessmann Notarztteam`s" notwendig macht aus dem Sortiment der bewegten Figuren. Stellt sich die Frage, ist das dann ein Arbeitsunfall.
Passend zum Thema LKW Fahrer und Speditionsmitarbeiter von Preiser, die dann alle rund um den Notarzt staunend stehen, wenn dieser die Herzdruckmassage bei der jungen Sekretärin durchführt...da rollt kein LKW vom Hof.
Rangierer und Lokrangierführer
...der Chef auf Kontrollgang...
Rangierer bei der Arbeit
Viessmann Zugschluß zwar nur bis zur Epoche III / IV aber mittels LED Technik läßt sich so ein Zugschluß auch für Containerganzzüge für die Fahrt in die Nacht selbst basteln, wer auf die Perfektion ab Epoche V schwört.



 Viessmann Signale im Terminal-nur ein "kleiner Überblick"


Neben den Zugfahrten, die über Hauptsignale in dem Fall Licht-Ausfahrtsignale geregelt sind, wird der Rangierverkehr mittels Rangiersignale "abgewickelt". Hier erfolgen Rangieranfragen über Funk zwischen Lokführer, Rangierer und Stellwerk. Alle Rangierfahrten müßen angekündigt bzw. durch Rangieranfrage mitgeteilt werden, sonst darf sich im Bahnhof "kein Rädchen bewegen". Schließlich muß der Fahrdienstleiter prüfen und festlegen wer sich wo,wie und wann in seinem Bahnhof bewegt und bewegen darf. Rangfolge Zugfahrt vor Rangierfahrt. Grundlagen für Zug- und Rangierfahrten sind die Fahrdienstvorschrift, Signalbuch, Örtliche Richtlinien und die Eisenbahnbau- und Betriebsordnung (EBO) sowie gesetzliche Verankerungen und Bestimmungen.



Links und rechts an der eingleisigen Strecke, befinden sich jeweils ein Einfahrsignal gekoppelt mit einem Vorsignal. Das Einfahrsignal signalisiert in der Regel den Fahrtbegriff "Einfahrt frei" mit Geschwindigkeitsbegrenzug auf 40 km/h, wir legen das jetzt im Modell fest auf Grund der Länge der Züge und das sich in den Gütergleisen Rangierpersonal und Wagenmeister befinden können. Solche Regelungen werden in der Praxis oft getroffen.Das gekoppelte Vorsignal, signalisiert "Halt erwarten", da die einfahrenden Züge am nächsten Ausfahrtsignal der Gleise 101, 102, 103 "Zughalt" anzeigen, da die Züge ja enden.

 

Ra 10 links alte,rechts neue Ausführung


Rangiersignal Ra 10


Standort zwischen Einfahrtsignal und erster Weiche des Bahnhofes. Bis zum Ra 10 dürfen einzeln fahrende Fahrzeuge oder Rangierabteilungen nur fahren. Da sich bereits schon wieder ein Zug am haltzeigenden Einfahrtsignal befinden kann müßen somit Unfälle vermieden werden. Den Abstand zwischen Ra 10 und Einfahrtsignal bezeichnet man auch als Durchrutschweg. (Sicherheitsabstand bei Fehlbremsungen) Es darf aber mit schriftlicher Zustimmung des Fahrdienstleiters (Befehl) über das Ra 10 hinaus rangiert werden.



Funktionen der Ausfahrtsignale


Lichtausfahrtsignal ohne Vorsignal


Ausfahrtsignale befinden sich an den Gleisen 101,102,103 links drei Stück und rechts an den Gleisen 102,103, Gleis 101 verfügt über kein Ausfahrtsignal. Was betrieblich bedeutet, daß  Zugfahrten nach Gleis 101 auf Hauptsignal nur von der rechte Seite der Anlage erfolgen können. Eine Ausfahrt für einen Zug aus Gleis 101 nach links wäre betrieblich durch das vorhandene Ausfahrtsignal möglich. Gleis 101 rechts wäre mit einem Rangiersignal gesichert. Da hier über die Weichen der rechten Seite des Containerbahnhofes nur Rangierfahrten von Gleis 101 nach Gleis 540,541 erfolgen bzw.umgekehrt. Bei Signalisierung Lichtausfahrtsignal ohne angebrachtes Vorsignal, würden alle Zugfahrten sofort auf die freie Strecke übergehen. Angezeigt werden mit diesem Lichthauptsignal mehrere Signalbegriffe.

- "Zug und Rangierhalt" HP 00 zwei rote Lichter

- "Zughalt" HP 1 ein rotes Licht, das zweite rote Licht erlischt, und zusätzlich wird das Rangiersignal Sh 1 angezeigt, zwei weiße Lichter von links unten nach rechts oben aufsteigend "Rangierfahrt erlaubt"

- HP 1 "Fahrt frei" ein grünes Licht - V/max mit Höchstgeschwindigkeit

- HP 2 "Fahrt frei" Langsamfahrt, ein grünes, ein gelbes Licht, die Geschwindigkeitsbeschränkung ist in der Regel auf 40, 50, 60 km/h geregelt, Angezeigt wird dies dem Lokführer im Buchfahrplan, weitere Geschwindigkeitsbeschränkungen werden gesondert geregelt und angezeigt mit Zusatzsignalen

- Weiterhin müssen oder können noch folgende Zusatzsignala (Zs Signale) angebracht sein

1.) Zs 1 - Ersatzsignal (bei Störung oder Ausfall von Stellwerks-oder Signaltechnik)

2.) Zs 2 - Richtungsanzeiger wenn ein Ausfahrtsignal für zwei Richtungen verwendet wird, also Gabelung oder Verzweigung von Strecken

3.) Zs 3 - Geschwindigkeitsanzeiger, wenn eine örtlich oder baulich abweichende Geschwindigkeit verlangt wird

4.) Zs 6 und 7 - Gleiswechselanzeiger, Ausfahrt auf dem linken Gleis bei neuer Technik möglich

5.) Zs 8 - Falschfahrauftragsignal nicht zu verwechseln mit Zs 6+7, hier wird das Fahren auf dem linken Gleis, das durch Zs6+7 als Regelgleis signalisiert wird. Die Einfahrt in ein falsches Gleis kann nicht mit dem Fahrtbegriff HP1 und HP2 signalisiert werden. Aber um den Betrieb "flüßig" zu halten, kann ein Zug am haltzeigenden Signal mit dem Zusatzsignal Zs 8 vorbeifahren. Zusätzlich wird dieser Zug aber noch durch den Fahrdienstleiter einen Befehl erhalten aus verschiedenen Gründen z.B. Geschwindigkeit, Sichern von Bahnübergängen, Bahnsteige, fehlendes Vor- und Einfahrtsignal auf dem falschen Gleis am nächsten Bahnhof oder einer Betriebsstelle

 

 

Ausfahrtsignal mit angebrachtem Vorsignal


Hier werden alle bereits aufgeführten Signalbegriffe für Zug- und Rangierfahrten wie bei dem oberen Modell angezeigt. Zusätzlich befindet sich ein angebrachtes Vorsignal am Signalmast. Dieses Vorsignal signalisiert die Stellung des nächsten Signales an, was bedeuten würde, daß sich in 1000 m Entfernung ein Blocksignal oder ein weiteres Einfahrtsignal z.B. eines anschließenden Personenbahnhofes,in dem die Containerzüge dann durchfahren. In diesem Fall wäre das Ausfahrtsignal mit angebrachten Vorsignal ein Zwischensignal in einem Bahnhof, nach der fahrdienstlichen Bedeutung.


Bei dem zu erwartenden Blocksignal zeigt das Vorsignal nur Vr 0 "Halt erwarten" oder Vr 1 "V/max. erwarten" an, da das Blocksignal nur Halt und Fahrt signalisiert.


Bei einem nachfolgenden Bahnhof wird noch Vr 2 angezeigt, "Langsamfahrt erwarten", da ein Einfahrtsignal eines Bahnhofes noch dieses Signal mit anzeigen kann.



Unterschieden wird immer zwischen Zug- und Rangierfahrten


Wichtig neben zahlreichen anderen Merkmalen gehen Zugfahrten immer von und auf die freie Strecke über, und werden mittels Hauptsignale (Regelfall) in den Bahnhof ein- und ausfahren.


Rangierfahrten werden mit Schrittgeschwindigkeit -

V/max 20 km/h durchgeführt



Rangierfahrten 


Signalisierung über Rangiersignale (ortsfeste Signale, Licht- und Handsignale), mündliche Rangieraufträge


Ortsfeste Signale z.B. Ra 10 wie oben beschrieben


Lichtsignale

In Verbindung mit Lichthauptsignalen oder gesonderten Rangiersignalen (Licht- oder Formsignale)


Handsignale

Übermittlung von Rangiersignalen mittels Handbewegung Ra 1 bis Ra 5


Mündliche Übermittlung von Rangiersignalen mittels wechselseitigen Funksprechverkehr

z.B. "Rangierlok 1von Gleis 88 nach Gleis 89 kommen, Fahrweg steht", Wiederholung mittels wechselseitigem Funkgerät

 

Rangiersignal hohe Bauart mit Mast
Niedrige Bauart "Rangierzwerge"

Wie in unserem Gleisplanbeispiel gibt es Gleise, in denen keine Zugfahrten stattfinden. Hier genügt zum Schutz der Zug- und Rangierfahrten die Sicherung mittels Rangiersignalen. Beispielsweise Ladegleise, Lokabstellgleise, Bw-oder Werkstattausfahrten, Rangierfahrstrecken innerhalb von Rangierabschnitten im Bahnhof.


Sh 0 - "Rangierhalt" oder "Schutzhalt", zwei rote Lichter


Sh 1 - "Rangierfahrt" zwei weiße Lichter von links unten nach rechts oben diagonal aufsteigend


Dabei haben die älteren Formgleissperrsignale die gleiche Bedeutung.


 

 

 

 


Bedeutend für den elektrischen Zugbetrieb wäre das Signal El-6, "Halt für Fahrzeuge mit gehobenen Stromabnehmer", was sinnbildlich das Ende der Fahrleitung bedeutet, bis zu diesem Signal und nicht weiter darf hier mit E-Fahrzeugen gefahren oder rangiert werden, was gerade bei Güterbahnhöfen, Ladegleisen oder Streckenenden von Bedeutung ist.



Mit dem Signal El-6 möchte ich meine Ausführungen beenden und wünsche viel Spass beim basteln.