Modelleisenbahn pur...
 

Saalfeld - Jena - Großheringen - Naumburg - Weißenfels - Halle / Leipzig, Jena-Saalfeld die "Saaleisenbahn"


Streckendaten

- zweigleisige Hauptbahn mit gemischten Betrieb

- Streckeneröffnung Großheringen - Saalfeld 1874

- Streckenlänge 74,8 km bis Großheringen, 132 km bis Halle,

  140 km bis Leipzig

- Elektrischer Zugbetrieb von 1941 bis 1945 Nürnberg - Weißenfels /  

  Großkorbetha

- Abschaltung der Fahrleitung auf der Strecke Großheringen / Saaleck -

  Probstzella / Falkenstein Landesgrenze am 24. bzw. 25.März 1946

- Abbau der Fahrleitung und des zweiten

  Streckengleises ab Abzweig Großheringen bis Probstzella

  Direktionsgrenze / Falkenstein

- Bahnhof Weißenfels Direktionsgrenze Erfurt / Halle

- Wiederaufbau des zweiten Streckengleises 1971

- Komplette Sanierung und Wiederaufbau der Strecke und

  Elektrifizierung seit 1995

- Hauptabfuhrstrecke des Güterverkehr von und nach Mitteldeutschland

  und Nürnberg, Ingolstadt, München, Österreich, Italien

Original Uniformknopf der Saalbahngesellschaft von 1874. Darstellung der ersten Lokomotive der Strecke.


Sonntag im September 1985 im Bahnhof Saalfeld. Nachdem die Züge um 07:00 Uhr nach Lobenstein, Sonneberg und Leipzig den Bahnhof verlassen hatten und die Trapo zum Frühstück war und erst wieder gegen 09:00 Uhr auftauchte war Zeit für ein Foto mit der 41 1150 die den P 5014 um 07:22 Uhr nach Jena Saalbahnhof beförderte.
Das EVU Rail4Chem, durchfuhr fast täglich den Saalfelder Bahnhof mit Kesselwagenzügen von Schwedt (Oder) / Großkorbetha nach Ingolstadt / München u.s.w. 185 871 rollte am 15.05.2005 mit einem Kesselwagenzug in Saalfeld ein.
Scherzhaft "Rama 101" genannt, die 101 001 mit Rama Werbung im Juni 2005 mit einem IC von Berlin nach München bei der Einfahrt in Saalfeld.
Regelmäßig durchfahren auch S-Bahnzüge des Bw Plochingen (Stuttgart) und Steinhausen (München) den Saalfelder Bahnhof. Meist zu Werksüberführungen nach Heningsdorf oder zurück. Im Sommer 2006 war eine Stuttgarter S-Bahn hier unterwegs. Das im Hintergrund abgelichtete Gebäude gehörte einst 1874 zum Bahnhofsbau der Saalbahn Gesellschaft, deren Gleise hier in diesem Bereich endeten.
Auch die Neuzeit der Eisenbahn hat ihre Besonderheiten. Durch zahlreiche Eisenbahnverkehrsunternehmen befahren gerade die "Saalbahn" zahlreiche optisch reizvolle Fahrzeuge die Strecke. Ein optischer Leckerbissen für das Foto war 115 509 von DB Autozug, die mit einem Sonderzug der IGE Hersbruck am 26.Juni 2012 in den Bahnhof Saalfeld einfuhr.
Nach knapp 3 Stündiger Fahrt erreicht 44 0233 im Sommer 1974 den Bahnhof Saalfeld mit ihrem Nahgüterzug aus Göschwitz. Unterwegs mußte in Kahla, Rudolstadt Gbf und Schwarza rangiert werden. Alle anderen Bahnhöfe wurden nicht mehr im Nahgüterzugdienst bedient. Erinnerungen an eine längst vergangene Eisenbahnepoche.

  





















Blick von der Pößnecker Brücke in Richtung Posten 8. Auf der "Saalbahn" fuhr im Juni 1978 - 01 0520 mit dem P 4005 Leipzig-Jena-Saalfeld in den Saalfelder Bahnhof ein. der Zug bestand aus 6 Rekowagen (Spitze Bww Leipzig), 1 Dgs Modernisierungs Packwagen (Mitte Bww Leipzig) und 5 Rekowagen am Schluß Verstärkerwagen Jena (Saalbf.) - Saalfeld (Bww Saalfeld). Berufsverkehr auf der "Saalbahn" mit ca. 374 Sitzplätzen und ca. 250 Stehplätzen.. Da der Zug nach der Frühschicht der Jenaer Firmen recht gut besucht war, kann man sagen das der Zug durchaus ab Göschwitz mit 600 Fahrgästen unterwegs war.
Es geht nichts über ein eindrucksvolles Foto einer Dampflok auf einer Drehscheibe. Im Sommer 1981 stand 44 0397 auf der Saalfelder Drehscheibe zur Schau der Fotografen, die sich auf dem "Affenfelsen" tummelten. Schließlich war das Ende der 44er im Bw Saalfeld eingeläutet.
Ausfahrt auf die Saalebahn mit 41 1180 im September 1983, sie beförderte gegen 11:00 Uhr den Ng 66474 nach Göschwitz.
Sommer 1983 Ausfahrt der 03 1010 aus dem Saalfelder Bahnhof mit einem Sonderzug nach Halle. Im Hintergrund legt der Heizer der 44er Heizlok mächtig auf. Auch die Kulisse des Brauhauses Saalfeld fügt sich harmonisch in die Eisenbahnlandschaft im Hintergrund ein.
1978 war für die Saalfelder 44er noch kein Ende in Sicht. So gab es zahlreiche Güterzugleistungen nach Weißenfels, Zeitz, Altenburg, Erfurt Gbf und im Langlauf Weißenfels - Probstzella die die Maschinen erheblich forderten. 44 0324 stillt ihren Durst in Gleis 7 am Wasserkran dem beliebtesten Fotomotiv des Saalfelder Bahnhofes nach einer schweren Übergabefahrt nach und von Unterwellenborn, die es rauf und runter in sich hatten.
Auch die Sonneberger 95er liefen auf die Saalebahn. Nach Ankunft mit dem P 18002 um 09:10 Uhr ging es zum Güterbahnhof. Hier mußten die Sonneberger eine Übergabe nach Rudolstadt Gbf bespannen. Nach 1992 wurde die Leistung auch mit der BR 119 bis Göschwitz verlängert. Sonneberger Lokpersonale bekamen Streckenkenntnis bis Göschwitz. 1979 dampft 95 0028 aus Saalfeld mit der Rudolstädter Übergabe nach 10:00 Uhr nach Abfahrt des D 504 nach Berlin. Um 12:00 Uhr kam die 95er wieder zurück, ging ins Bw zur Restauration und etwas Pause und um 14:00 Uhr bespannte sie den P 18005 Abfahrt ca. 14:25 Uhr nach Sonneberg. Auch ein 12 Stunden Dienst für die Sonneberger Lokpersonale von 06:00 Uhr - 18:00 Uhr.
Bei der Ausfahrt aus dem Saalfelder Bahnhof mußte der Meister schon den Regler aufmachen. Nicht nur nach Unterwellenborn zur Rampenstrecke. Auch die Ausfahrt durch die Weichenstraße Richtung Saalbahn oder Bad Blankenburg erforderten Kraft der Lokomotive. So zwängten doch die Wagen oder der Güterzug war schwer, was richtig Dampf erforderte um erst mit 40 km/h dann mit 60 km/h zu fahren. 1981 verläßt 44 0757 den Saalfelder Güterbahnhof mit einem 1500 Tonnen schweren Nahgüterzug nach Göschwitz. Davon waren oft 500 bis 700 Tonnen am Zugschluß die Wagengruppe Rudolstadt-Schwarza für die "Zellwolle", die bereits nach 6 km wieder abgekuppelt wurden. Dann wurde in Schwarza mit den Werkbahnlokomotiven CFK rangiert. Weiter ging es nach Rudolstadt Gbf hier wurde mit einer Kleinlok rangiert. In Kahla mußte oft mit der Zuglok rangiert werden, auch in Rudolstadt da die Wagengruppen zu schwer waren. Und in Göschwitz wurde der Nahgüter wieder aufgelöst und die Wagengruppen in weitere Durchgangs- oder Nahgüterzüge Richtung Gera, Naumburg, Weißenfels und Erfurt umrangiert.
Ein Blick von der Pößnecker Brücke Sommer 1981. 119 030 fuhr gerade aus dem Bw und bespannte ab Saalfeld den E 802 Sonneberg-Saalfeld-Gera-Leipzig. Und in der Zugpause Richtung Bad Blankenburg von 09:10 Uhr bis 10:10 Uhr hatte die Saalfelder Bahnmeisterei etwas Zeit Gleise und Weichen mit dem "Maggi-Würfel" BR 101 zu schottern. Planmäßig war nach Ankunft des P 8035 aus Erfurt bis zur Abfahrt des nächsten Nahgüterzuges Richtung Bad Blankenburg Zugpause auf dem Streckenabschnitt. Den aber die Rangierer in Bad Blankenburg oft nutzten um den Anschluß Wöhlsdorf zu bedienen, der auf der "Blankenburger Strecke" lag.
Für den Saalfelder Personenbahnhof war der Einsatz einer Rangierlok rund um die Uhr erforderlich. Rangierarbeiten zum Bezirk 2 in die Abstellgleise, zu den Postgleisen, Zollpost, Rangierarbeiten mit Post- und Expressgutwagen sowie Rangierfahrten zum "Wagenbau" Zustellung und Abholung von Schadwagen bzw. Reparaturwagen (Personenwagen) gehörten zum täglichen Programm. 1991 lief alles noch nach dem alten Stil. 106 560 in alter Beschriftung. Lediglich der Wagenpark der Reisezugwagen war moderner. Erste Umstellung der Wagenumläufe auf Halberstädter statt DR Rekowagen. Trotzdem waren die Rekowagen bis 1993 / 1994 noch im Einsatz.





















1995 Aus für die V 60, 298 rangiert für den GB Nahverkehr im Saalfelder Bahnhof.
Mit der Eröffnung des elektrischen Zugbetriebes auf der Saalbahn rollten zunehmendst 143er Richtung Naumburg. Für die Zugbildung von zwei Wagenumläufen stellte das Bw Lichtenfels bis 1996 die "Silberlinge". 1995 rollte 143 064 mit der RB Naumburg-Lichtenfels an einem Sommerabend in den Saalfelder Bahnhof.
Im Mai 2011 herrschte durchaus etwas Hochbetrieb im Saalfelder Güterbahnhof. 140 512 links bespannte einen Güterzug nach Leipzig-Engelsdorf. 155 154 Mitte sollte einen Stahlzug als Sonderleistung über Großheringen-Erfurt- Eisenach weiter Richtung Luxemburg bespannen. Rechts stand 140 411 mit einem Militärzug der US Army und wartet auf die Weiterfahrt auf die "Saalbahn".
Juli 2010, Stelldichein der Dispolokomotiven in Saalfeld. 182 095 links mit einem Kesselwagenzug. 345 064 Rangierlok Personenbahnhof auf der Fahrt zur Tankstelle im Bw. 182 025 KEG Taurus, Karsdorfer Eisenbahngesellschaft mit leeren Kesselwagenzug nach Großkorbetha. Auch der Leipziger VT 628 wartet auf die Abfahrtszeit Richtung Gera / Leipzig.
Die Göschwitzer 204 584 umfuhr im Sommer 1993 in Saalfeld ihre DBv Einheit auf Gleis 3. Leistung der Maschine war 5017 von Großheringen nach Saalfeld, Ankunft ca. 13:30 Uhr. Rückleistung war Mo-Fr der 5030 nach Göschwitz um 15:10 Uhr. Gesamte Tagesleistung der Maschine laut Umlauf war Lzz 5005 Göschwitz - Jena Saalbahnhof - P 5005 nach Saalfeld - P 5014 nach Jena Saalbahnhof - P 5020 nach Großheringen - P 5017 nach Saalfeld - P 5030 nach Göschwitz von Montag bis Freitag.
"Morgens halb fünf in Saalfeld..." 101 023 rollte am 11.08.2005 mit dem Nachtschnellzug D 228 Wien Westbahnhof - Berlin Hbf in den Bahnhof Saalfeld ein.

Im Winterhalbjahr gehörte das Vorheizen der Reisezüge vor der Abfahrt mit zum regulären Bild. Oft auch in den Nachtstunden ohrenbetäubender Lärm, wenn 4-5 Züge gerade am Morgen vorgeheizt wurden und die Dieselmotoren zum Teil hochtourig liefen. 1988 an einem Abend im September wurden in Gleis 4 der P 5034 nach Camburg von 119 117 Est.Göschwitz und der P 8016 von einer Lok der BR 114 Bw Saalfeld vorgeheizt.


Etwas zur Richtigstellung , Umgangssprachlich wird die Strecke als "Saalebahn" bezeichnet, Gründung und offizielle Bezeichnung lautete "Saalbahn". Sie wurde in Jena als "Saalbahn Gesellschaft" gegründet und geführt. Im Laufe der Jahre bürgerte sich der Begriff "Saalebahn" im Sprachgebrauch ein. 


Kopie des Fahrplanes der Strecke Halle - Weißenfels - Zeitz - Gera - Saalfeld von 1890.

Bereits um 1898 waren Postkarten aus dem "Saaletale" in aller Munde, gab es doch reichlich zu entdecken zahlreiche Schlößer und Burgen.

Ca. 1 km hinter Saalfeld befindet sich die "Schwender Schranke". Zugbegegnung mit RB 16507 aus Naumburg am 16.05.2014, Zuglok war 143 821. "Schwender Schranke" aus dem Grund da sich hier der "Schwender" also der Abdecker oder Tierkörperverwerter befindet, daher rühert der Name.

Bildmitte links der Bahnübergang der Ortsdurchfahrt in Remschütz. Neben dem Bahnübergang, der Blockstelle war ab dort der Abzweig der Verbindungskurve zur Strecke Saalfeld - Gera - Leipzig geplant. So wäre das "Kopfmachen" der Züge im Bahnhof Saalfeld entfallen und in einer sanften Steigung und mit Schwung wären gerade Güterzüge nach Unterwellenborn mit Schwung die Rampe hinaufgekommen und beim geplanten Abzweig Gorndorf auf die Strecke nach Unterwellenborn gefahren worden. Bild 1933 in Remschütz.
Eigentlich eine unspektakuläre Postkarte des Ortes Remschütz an der "Saalbahn" aus den 30er Jahren. Wenn nicht im Vordergrund rechts ein Teil eines Gleisstückes zu erkennen wäre, daß vom Bahnhof Saalfeld bis Remschütz führte. Hier wurde bis Kriegsende 1945 Remschützer Kies für Strassen, Häuser- und Gleisbau mittels Dampfbagger verladen. Der Anschluß wurde im Sommerhalbjahr mehrfach täglich bedient und Remschützer Sand ging in alle Richtungen. Im Hintergrund am Berg verläuft die "Saalbahn".
Im Sommer 2007 rollte dieser Meßzug mit einer 101 und 103 an der Ortschaft Remschütz dem Saalfelder Bahnhof entgegen. Leider hat der Fotograf keine weiteren Angaben auf der Rückseite des Bildes vermerkt.